Die Fahrt wird laaaaannng: Von Goose Bay nach Churchill Falls sind es 350 km, und dann nochmal 250 km nach Labrador City.

Churchill Falls
Wir freuen uns auf die Besichtigung des Staudamms mit Wasserkraftwerk „Churchill Falls“. Eine Führung von der offiziellen Touristenführerin gibt es zur Zeit nicht – Sie sind auf der Suche nach Ersatz. Dafür gibt es eine persönliche Tour von der Verwaltung mit Schautafeln, Fotos und einem Video. Ich bin erstaunt wie simpel und massiv die Konstruktion eines Wasserkraftwerks ist – beeindruckend. Im Anschluss fahren wir um den Stausee, mächtig das Teil! Der einstige Wasserfall wurde ab 1967, da begannen die Bauarbeiten an dem Wasserkraftwerk, für das zweitgrößte Kraftwerk Kanadas mit einer Leistung 5428 MW, umgeleitet. Schon im Jahr 1915 begannen die umfangreichen Vermessungen durch Wilfred Thibaudeau. Erst 1974 konnte das Werk in Betrieb genommen werden.
Für die Ureinwohner, die Innu, waren die Wasserfälle eine bedeutende Landmarkierung. Die Innu glaubten, dass der Anblick dieser den sicheren Tod bedeute.

Die Stadt besteht aus 225 Arbeitern mit Familie = 600 Anwohner. Hier dürfen nur Arbeiter in der Stadt leben. Die Stadt wird von dem Unternehmen Hydro Québec geleitet. Ein ungewohntes Konzept: Im Stadtkern sind Siedlungen und Erholungszonen. Es gibt einheitlichen Einfamilienhäuser aufgereiht mit Vorgärten in Laufentfernung von einem verwinkelten Komplex mit Bar, Sportstudio, Yoga, Mini-Schwimmbad, Sauna, Supermarkt, Hotel, Restaurant, Schule, Bibliothek, Bank, … Wir nutzen das kostenlose Schwimmbad und entspannen uns in der Sauna. Der nächste Tag birgt eine lange Autofahrt …

Unterwegs gibt es nicht viel Neues zu sehen, viel Wald 😉

Labrador City
Labrador City überzeugt nicht zu übernachten. Die Stadt ist um zwei Erz Mienen entstanden. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, da man die Minen nicht näher anschauen kann. Wir vertreten uns die Beine um einen Badesee, stocken unsere Lebensmittel auf und tanken voll. Die Fahrt geht weiter.


Die Abenddämmerung setzt ein. Wir bauen in der Pampa unser Zelt auf. Ja, das Zelt, im Auto schlafen ist bei der Mückenplage nicht möglich. Die Viecher strömen durch die Lüftungen.
Zudem merken wir, dass die Straße von Labrador bis an die Grenze von Québec teilweise über weitere Schotterstraßen führt.

 

Eure treuen, Martin und Tatjana

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