Nach einer nicht enden wollenden Fahrt auf der Schotterpiste 510: 6 Stunden mitten durch Labrador, links und rechts unendliche Wälder, vor und hinter uns Straße. Gute Neuigkeiten, Asphalt ist in Sicht! Das Vibrieren hat ein Ende:

Happy Valley-Goose Bay
Zusammengewachsen aus dem kleinen Dorf Happy Valley, und der errichteten Fliegerbasis in Goose Bay, ist es ein belebter Ort, an dem viele Arbeitsplätze geschaffen wurden. Sowohl kanadische, amerikanische wie auch deutsche Piloten haben hier jahrelang seit den 80ern ihre Tiefflug-Ausbildung abgeschlossen. Nachdem man im Irakkrieg jedoch bemerkte wie leicht Flieger mit Boden-/Luft-Raketen aus geringer Höhe abgeschossen werden können, ging die Militärpräsenz zurück. So sehen wir massive leerstehende Kasernen mit bekennenden deutschen Flaggen.

 

Nicht weit weg sind zwei Dörfer, eines davon ist von Innus bewohnt. Auf und neue Kulturen entdecken. Die Ureinwohner Kanadas, auch bekannt als Montaignes, die einst Handel betrieben mit den Wikingern, Basquen und Siedler-Franzosen. Ein Indianervolk mit Traditionen wie dem Kanu fahren und dem Räuchern von Ptarmigan.

North West River
Wir erreichen North West River. Die Stadt ist am Sandstrand eines Seitenarms des Atlantiks gelegen. Es bietet sich eine Schwimmgelegenheit bei Sonnenschein, glauben wir. Es war zu KALT! Wir cruisen mit unseren Bikes auf den Hügel der Stadt um uns aufzuwärmen. Das Interpretationszentrum vor Ort bietet eine Sammlung mit Geschichten aus der Innu-Kultur zum Shaking Tent und anderen schamanistischen Ritualen.

Sheshatshiu
Jetzt fühlen wir uns vorbereitet, dass Innu-DorfSheshatshiu, zu erkunden. Die Dörfer wirken wie der gute und böse Bruder. Während North West River gepflegt ist, mit fein gemähten Rasen und Blumenbeeten um die verzierten Häuser, wirkt Sheshatshiu verwahrlost. Müll und Fahrradteile liegen verstreut. Die Weihnachtsdekoration kam mit den von der Regierung erbauten Häusern und macht sich auch den 10 Sommer wunderbar an dem Haus. Trotzdem stehen massive Pickup Trucks und Schneemobile in den Einfahrten. Irgendwas scheint hier nicht zu funktionieren.
Wie wir später erfahren, liegt es nicht nur am Alkohol und Drogen Problem, die Leute wissen nichts mit der Zeit und dem Geld, dass vom Staat  als Ausgleich für Land und Umsiedlung ausgezahlt wird, anzufangen – Kulturverlust.
Die meisten Kanadier können das nicht verstehen, wir auch nicht. Schade. Es gibt öffentliche Debatten, ich hoffe sie sind Stimmulation für Änderungen. Aber dazu mehr in den nächsten Berichten.

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