10 Tage nicht Reden, nicht Lesen, nicht Schreiben, nicht Zeichnen, keine Musik hören, kein Computern, das Grundstück nicht verlassen, um 4:00 Uhr Aufstehen, nur zwei Mahlzeiten und Stunden um Stunden – mindestens 10, unbequem Sitzen: Warum nicht? Immerhin muss die Veranstaltung 4 Monate im Voraus gebucht werden. Ausgebucht! Trotz des Umzugs aufgrund von Ausbau und einer Kapazität von 140 Besuchern pro Kurs.

Abgesetzt im Regen vor dem Eingang des Zentrums, stehe ich verunsichert im Foyer. Rucksack abstellen. Anmeldung Frauen rechte Schlange, Anmeldung Männer linker Schlange, für die Geschlechtertrennung gibt’s hier keinen Aufschub. Bei der Anmeldung im Vipassana-Zentrum in Montebello wird mir eine zu signierende Einverständniserklärung über den Regelkatalog, denn ich schon per eMail bei der Online-Registrierung bestätigte, in die Hand gedrückt. Am Wichtigsten: Nicht zu stehlen, nicht zu töten, uns aller sexueller Aktivitäten zu enthalten, nicht zu lügen und keinerlei Rauschmittel zu uns zu nehmen, einschließlich Tabak und Alkohol – dazu alles was oben schon aufgezählt wurde und noch einiges mehr. Regeln verinnerlicht. Jetzt: bitte reichen Sie alle Kommunikationsmittel und Entertainment-Geräte zum Wegschließen ein.
119E, meine Zimmernummer: Gefunden. Erstmal das Gepäck ins Zimmer werfen. 3 m² in einem Saal mit 5 weiteren Zimmern, abgetrennt durch Holzwände mit schweren Vorhängen – größere Umkleidekabinen mit Bett, Regal, Stuhl, und Nachttisch. Ein Nickerchen zeigt, das Bett ist bequem.

Aufwachen. Ein lautstarkes Stimmenwirrwarr erreicht mein Zimmer: Die 139 andere Teilnehmer sind eingetroffen und lernen sich kennen. Wer sind die?
Was – du hast das schon 32-mal gemacht? Alles scheint wie ein Traum hinterher. 22-jähriger Musikstudent macht es zum 4-mal: Habe das mit der Musik ein wenig aufgegeben, beschäftige mich hauptsächlich mit Meditation zur Zeit. Ah, eine Schriftstellerin, die Fiktion-Romane schreibt. Ein Erstling. Ängste, Hoffnungen, Erwartungen, Erfahrungen werden im Esssaal ausgetauscht. Die Hausfrau im baby-blauen Ganzkörperanzug, Omi aus Hong Kong, die Kopfhörer bekommt zur Übersetzung, Karrierefrau im Anzug, langhaarige Zottel, Asienfreak in Sari, eine Peta2-Pullover-Trägerin, blondierte Girlies, Pferdeschwanz, Jogginghose mit Wanderschuhen, Yoga-Leggins in Regenbogenfarben – ein Querschnitt der Bevölkerung ist anwesend.

Da versammelt uns schon der Manager, ein freiwilliger Betreuer, und spielt eine CD mit der Begrüßung ab. Nochmals werden alle Gebote und Verbote wiederholt. Dann geht’s in die Dhamma-Halle, wie sie hier den Meditationsraum nennen. Darin unsere Lehrerin, eine auf einem Podest im Schneidersitz sitzende 55-jährige mit Carte-Schnitt namens Martine und siebzig quadratische blaue Meditationsmatten.

Martine schmeißt nach vier Begrüßungssätzen die nächste CD an. So wird der theoretische Teil und Anleitungen von CDs und DVDs bis zum Kursende abgespielt – Qualitätssicherung durch Uniformität. Gesprochen hat sie Satya Narayan Goenka, der indische Gründer der Vipassana-Organisation. Vipassana ist die Meditationstechnik, die laut Selbstanspruch der Organisation auf den historischen Buddha (auch: Siddhartha Gautama) zurückgeht.

Wikipedia fasst zusammen: Vipassanā (Pāli) bzw. Vipaśyanā (Sanskrit; tib. Lhagthong) ist die zentrale und wichtigste Methode des buddhistischen Geistestrainings. Sie dient zur Einübung und Entwicklung von Achtsamkeit. Sie wird auch als Einsichtsmeditation bezeichnet, da mit dieser Meditationstechnik ein Geisteszustand kultiviert wird, der eine klare Sicht und ein gedankenfreies, von diskursivem Denken unabhängiges Erfassen „äußerer“ Situationen und der eigenen oder „inneren“ mentalen und emotionalen Phänomene (Palidhammas) erlaubt. Es handelt sich um eine der ältesten Meditationstechniken Indiens. Das Wort bedeutet soviel wie „die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind“. Hauptquelle und damit zentraler buddhistischer Text zur Vipassana-Meditation ist die Satipatthana Sutta.

Ein wenig trocken, trifft es den Kern der Theorie. Die Dinge fühlen in dem Moment. Bei Vipassana sollen wir uns nicht verändern, sondern beobachten und erkennen wie wir sind.

Keine Konfession oder organisierte Religion wird von dem Kurs unterstützt. In den Vorträgen von Goenka werden kritiklose Verehrung von Göttern, Symbolen und Ritualen angeprangert: Alles blinder Glaube. Selbst der Buddhismus wird nicht ausgenommen. Jedoch bekennt er die ORIGINAL-Buddha-Methode zu lehren.

Das Vipassana-System wurde nicht von Goenka erfunden und der Begriff ist nicht von ihm gepachtet. Er bezieht sich auf die burmesische Vipassana-Tradition. Seit 25 Jahrhunderten und im heutigen Myanmar habe sich die Lehre des Gotama besonders rein gehalten. Es verbreitet sich die Verehrung Buddhas als Quasi-Gott, das vermutlich nicht in seiner Absicht lag. „Triffst du Buddha, töte ihn!“ Ganz am Ende bewahrheitet sich die Weisheit, dass Buddha lehrt, Buddha zu überwinden.

Mit der Selbsterkenntnis Goenkas, das Vipassana keine intellektuelle Analyse gemeint, sondern ein Verfahren, dass einiges mit moderner Psychotherapie gemeinsam hat. Zugrunde liegt eine Theorie über das Unbewusste, die immerhin 24 Jahrhunderte vor Freud formuliert wurde. Es geht um die Erfahrung des Unterbewusstseins. Schließlich sind alle Handlungen in der Gegenwart nicht vorurteilslos, sondern beeinflusst von alten Erfahrungen oder auf die Zukunft gerichteten Ängsten und Begierden. So ist der Geist laut Gotama die Gesamtheit aus Bewusstsein und Unterbewusstsein und untrennbar von Materie, dem Körper. Der Körper hat emotionales bewusstes und unbewusstes Gedächtnis. So lässt jedes Gefühl auf zellularer und sogar subatomarer Ebene ein Prozess los. Unter Selbsterkenntnis versteht Vipassana ein Bewusstsein für diese Körperprozesse zu entwickeln. Die Selbstbefreiung wird erst errungen sofern diese Empfindung mit Gleichmut wahrgenommen werden. Es kommt keine Ablehnung gegenüber negativen oder Begierde gegenüber positiven Empfindungen auf. Wenn auch diese Empfindungen mit Gleichmut beobachtet werden, wird sich diese Fixierung ebenfalls auflösen und der Geist das nächste Problem ausgraben. So konnten andere sich befreien.

Ein wenig Atomphysik mit Goenka. Die Atomphysik entdeckte, dass der Körper aus „Zillionen“ von Teilchen besteht, kleiner als Atome, die entstehen und vergehen: Vergänglichkeit als Gerüst der Welt. Das sind „subatomare Teilchen“, die gleichzeitig Wellen sind, sprich Vibrationen. Schön die Geschichte vom Atomforscher, der das herausfand und mit ausgetüftelten Messanordnungen sogar die genaue Frequenz bestimmte, sich aber durch diese Erkenntnis nicht befreite. Im Gegensatz zu Gotama, der die gleiche Erkenntnis in der Meditation gewann.

Ein ausgeklügelter Stufenplan wird uns Tag für Tag tiefer in die Methode hineinführen. Dieser erscheint nicht auf Anhieb einleuchtend. Doch im fortlaufenden Kurs zeigt sich der Sinn dieser Bestandteile.

Tagesablauf
4:00 Aufstehen

4:30 Einzelmeditation

6:30 Frühstück und Pause

8:00 Gruppenmeditation

9:00 Einzelmeditation oder Befragung durch den Lehrer

11:00 Mittagessen

12:00 Ruhepause und Gelegenheit für Einzelgespräche mit dem Lehrer

13:00 Einzelmeditation

14:30 Gruppenmeditation

15:30 Einzelmeditation oder Befragung durch den Lehrer

17:00 Teepause, für Anfänger mit Obst, für Wiederholer ohne

18:00 Gruppenmeditation

19:00 Video-Vortrag von S.N.Goenka

20:15 Gruppenmeditation

21:00 Gelegenheit für Fragen an den Lehrer

21:30 Nachtruhe

Der Verlauf des Kurses:

  1. Ich verpflichte mich zu moralischem Handeln. „Wenn Euer Gewissen rein ist, so seid Ihr frei.“ Goethe
  2. Ich gelobe „edles Schweigen“. Das beinhaltet jegliche Kommunikation mit den Teilnehmern und der Außenwelt. Ein Wunsch geht für mich in Erfüllung 10 Tage Ruhe. Meine Konzentration beeindruckt mich im Laufe des Kurses. Außerdem wird die Innenschau krass.
  3. Die Übung beginnt mit der Beobachtung meines Atems. Nur beobachten, nicht beeinflussen, keine Atemübungen, kein Pranayama, keine Kreativität, keine Verstrickungen in Gedankenstreifzüge. Diese Faktoren erleichtern zwar die Konzentration, lenken aber ab vom Wahrnehmen der Wirklichkeit ab.
  4. In den Einzelmeditationsphasen kann ich mir aussuchen ob ich im Saal oder im Zimmer meditieren möchte. Das Kopfkino zum Thema in meinem Zimmer im Bequemen meditieren: „So bequem ich kann mich hier gegen die Wand lehnen … mhhh … die Füße ausstrecken … rechts strecken … links ein wenig gegenstecken … oh ja … die rechte Seite … der Nacken … mein Po ist schon so verspannt … ich lege mich hin … so gut … die Bauchmuskelseiten strecken … bring den Fokus zurück … wieder auf die Atmung konzentrieren … “ Ich werde wach als die Meditationsphase vorbei ist. Im Zimmer und vor allem im Liegen meditieren funktioniert für mich nicht.
  5. Ich beobachte wo der Atem mich innen oder außen an der Nase berührt: Erste intensive Körperempfindungen.
  6. Ich beobachte die Empfindungen im Bereich zwischen Oberlippe und Nase. Kitzeln, Kälte, Wärme, das Durchwehen der Haare, was auch immer. Der Geist lernt in die Tiefe zu beobachten.
  7. Am 4. Tag lerne ich, Körperempfindungen am ganzen Körper zu beobachten – Stück für Stück. Vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen scanne ich meinen Körper in Teilflächen von zehn zu zehn Zentimeter. Der beständige Innenfilm des Gedankenflusses läuft. Er wird leiser und gerät in den Hintergrund. Den Gedankenkreisen mit Gleichmut begegnen ist der Weg ohne Maßstab.
    Keiwing und Clara, die Namen habe ich abgelesen auf den Schildern der Meditationskissen, sitzen jede Meditationsphase neben mir im Saal. Die können wohl auch nicht so gut im Zimmer meditieren. Wir unterstützen uns. Eine unausgesprochene Gruppendynamik entwickelt sich.
  8. Ab sofort sitze ich von meinen zehn Meditationsstunden, dreimal eine Stunde „Adhiţţãna“, übersetzt: Mit großer Entschlossenheit. Ohne eine Regung oder das Öffnen meiner Augen in einer Position meiner Wahl. Ich organisiere mir einen dreibeinigen Meditationshocker. Stühle, Rückenlehnen und verschiedenste Kissenformen inspirieren zu Sitzpositionen. Gedanken zum Gleichmut nach 55 Minuten: Davon habe ich schonmal gehört.
  9. Die Wahrnehmung des Körpers geht über zu einem Fluss vom Scheitel zu den Zehenspitzen. Ich bin begeistert, angenehm berührt von dem Erfühlen im Körper. 27 Jahre lang entgeht mir mein eigener Körper. Aber das Ziel ist noch immer nicht und wird nie sein, Angenehmes zu fühlen sondern Gleichmut zu bewahren. Ich bin trotzdem überwältigt. Ich weine vor Begeisterung wahrzunehmen.
  10. Achter Tag es gibt keine Pausen mehr, nur noch Meditation. Neben meinen zehn Stunden Sitzen beobachte ich nun ständig meine Körperempfindungen. Beginnend beim Aufwachen und aufhörend beim Einschlafen.
  11. Um 10 Uhr des zehnten Tages wird das Gebot des „edle Schweigens“ aufgehoben und das „edle Schwatzen“ beginnt. Erfahrungen werden ausgetauscht und nachgefragt, neben wem man da eigentlich zehn Tage gesessen, gegessen und geschlafen hat. Ich höre Claras und Keiwings Stimmen. Wir umarmen uns. Wir fühlen uns miteinander verbunden.
  12. An diesem zehnten Tag lerne ich die Metta-Meditation kennen. Eine Technik, die zum Abschluss einer Vipassana-Sitzung, die nach dem aufwühlenden Sezieren des Körpers, die Konzentration auf Positives richtet.
  13. Die vollkommene Ehrenamtlichkeit der Organisation und der kostenlose Besuch eines Vipassana-Kurses sind Prinzipien, die eine Weltsicht widerspiegeln, die ich teile. Jeder der mindestens einen 10-Tageskurs besucht hat, darf spenden oder als ehrenamtlicher Mitarbeiter arbeiten und so Anderen diese Erfahrung ermöglichen.

In einigen der abendlichen Vorträge von Goenka wurde die Methode als „wahre“ bezeichnet. Eine Aussage bei der sich alles in mir sträubt. Außerdem erwähnt er den Anspruch auf die Originalmethode, die Gotama entwickelte zu lehren. Da ecke ich an.
Das lass ich aus für mich. Doch auch dazu fordert Goenka auf. Die Theorie ist keine Erfahrung. Er fordert dazu auf die Erfahrung des Einzelnen mit den subatomaren Teilchen in den Vordergrund zu stellen. Trotzdem finde ich das dieser Originalitätsanspruch dem Ganzen gar nichts gibt. Ich freue mich auf den nächsten Besuch.

http://www.dhamma.org

–––

10 days no talking, no reading, no writing, no drawing, no listening to music, no computers, not leaving the property, getting up at 4:00 am, only two meals and for at least 10 hours uncomfortable sitting: Why not? After all, the event must be booked 4 months in advance. Booked out! Despite the moving to a new location, due to expansion, and a capacity of 140 visitors per course.

After registration: 139 visitors gather in the entrance hall. Who are they?
What–you came here 32 times? Everything seems like a dream afterwards. 22-year-old music student is here for the 4-time: I abandoned the music, I mainly meditate now. Ah, a writer who writes fiction novels – Beginner. Fears, hopes, expectations, experiences are exchanged in the dining room. The housewife in a baby blue bodysuit, grandma from Hong Kong who needs headphones for translation, business woman in business suit, long-haired shaggy, Asia Freak in Sari, a Peta2-sweater-wearer, bleached girlies, ponytails, sweatpants with hiking shoes, yoga-leggings in rainbow colors–a cross-section of the population is here.
Since we already gathered, the manager, a volunteer, starts a CD with the greeting instructions. Again, all the regulations and restrictions are repeated. Then we meet again in the Dhamma Hall as they call the meditation room. In it our teacher, a cross-legged seated 55-year-old called Martine and seventy blue and square shaped meditation mats.

Martine hits after four welcoming sentences again the play button. The theoretical part and all instructions will be played until the end of the course from CDs and DVDs – Quality assurance through uniformity. Spoken by S. N. Goenka, the Indian founder of the Vipassana organization. Vipassana is the meditation technique which according to its own claim are the original historical teaching of Buddha (also Siddhartha Gautama).

Definition by Wikipedia: Vipassanā is a Pali word from the Sanskrit prefix vi- and verbal root paś. It is often translated as insight or clear-seeing, though, the in- prefix may be misleading; vi in Indo-Aryan languages is equivalent to the Latin dis. The vi in vipassanā may then mean to see into, see through or to see ‚in a special way‚. Alternatively, the vi can function as an intensive, and thus vipassanā may mean seeing deeply.
Looking into something with clarity and precision, seeing each component as distinct and separate, and piercing all the way through so as to perceive the most fundamental reality of that thing

A little dry, it goes to the heart of the theory. Feel the moment. In Vipassana does not want to change me, but observe and see.

No denomination or organized religion is supported by the course. In the presentations Goenka denounces uncritical worshiping of gods, symbols and practice of rituals: No blind faith. Even no exception for Buddhism. However, he claims to teach the ORIGINAL-Buddha-method. The Vipassana system was not invented by Goenka and the term is not owned by him. It refers to the Burmese Vipassana tradition. Since 25 centuries and in present-day Myanmar, the teachings of Gotama had kept especially pure.

With the self-knowledge Goenka, that Vipassana is no intellectual play, but a process that has things in common with modern psychotherapy. It is based on a theory of the unconsciousness, which was formulated at least 24 centuries before Freud. It is about the experience of the subconsciousness. Because all actions in the present are influenced by old experiences or oriented looking forward, towards fears and desires. So the spirit is according to Gotama the totality of conscious and subconscious, and inseparable from matter, the body. The body has emotional conscious and unconscious memory. Therefore, any feeling is imprinted at the cellular and even the subatomic level. Under self-knowledge Vipassana understood developing awareness of this body processes. The self-liberation is only achieved if these sensations are perceived with indifference. There is no rejection of negative or desire on opposite towards positive sensations. Only if these feelings are observed with equanimity, this fixation will dissolve and the spirit can dig out the next.

A sophisticated plan leads day by day deeper into the method. This does not appear obvious at first. But the continuing of the course shows the meaning of those ingredients.

4:00 am Morning wake-up bell
4:30 am Meditate in the hall or in your room
6:30 am Breakfast break
8:00 am Group meditation in the hall
9:00 am Meditate in the hall or in your room according to the teacher’s instructions
11:00 am Lunch break
12 noon Rest and interviews with the teacher
1:00 pm Meditate in the hall or in your room
2:30 pm Group meditation in the hall
3:30 pm Meditate in the hall or in your own room according to the teacher’s instructions
5:00 pm Tea break
6:00 pm Group meditation in the hall
7:00 pm Teacher’s Discourse in the hall
8:15 pm Group meditation in the hall
9:00 pm Question time in the hall
9:30 pm Bed time

The history of the course:

  1. I commit to act morally.
  2. I vow “noble silence”. This includes any communication with participants and the outside world. 10 days rest. My focus surprised me. In addition, the introspection is incredible.
    The exercise begins with the observation of breath. Just observe, not interfere, no breathing exercises, no Pranayama, no creativity, no entanglements with thoughts. Although these factors facilitate concentration, but distract from the perception of reality.
  3. In the individual phases of meditation I can choose whether I want to meditate in the hall or in the room. Meditate in the room: So comfortable leaning against the wall … mhhh … stretching my feet … right stretch … left … a little bit more … oh yes … the right side … the neck … my butt is so tense … I lie down … so good … the abdominal sides stretch … bring the focus back … back to breath … focus …” I awake when the meditation period is over. Meditating in the room and especially lying does not work for me.
  4. I watch where the breath touches on the nose inside or outside: First intensive physical sensations.
  5. I observe the sensations in the area between the upper lip and nose. Tickling, cold, heat, breath through my hair, whatever. The mind learns to observe in depth.
  6. On the 4th day I learn to observe the sensations on the whole body – piece by piece. I scan my body in partial areas of ten to ten centimeters from head to toe. The river of thoughts flows. It is quieting down and drifts more into the background. Meeting the thoughts that arise with equanimity is a way without scale.
  7. I have read on the signs of the meditation cushion Keiwing and Clara, the names of the girls sitting during every session in the hall next to me. I guess they also cannot meditate so well in their room. We support each other. An unspoken group dynamic develops.
  8. From now on I sit not only for ten hours of meditation but three times a day an hour in “Adhiţţãna”, translated: with great determination. I sit in a position of my choice without a movement, or opening of my eyes. I organize myself a three-legged stool. Chairs, backrests and various pillow shapes inspire to sitting positions. Thoughts on equanimity after 55 minutes: I heard of it.
  9. The perception techniques changes it is flow through the body from head to toe. I am thrilled, pleasantly touched by the sensing in the body. For 27 years I did not recognize all that, my own body. But the goal has still not been and never will be, to feel pleasant but to preserve equanimity. I’m still overwhelmed. I cry experiencing.
  10. Eighth day: There are no more breaks, only meditation. Besides my ten hours sitting I now watch constantly my body sensations. Starting by waking up and ending when falling asleep.
  11. At 10 am on the tenth day is the commandment of “noble silence” abolished and the “noble chatter” begins. Experiences are exchanged. Next to whom I was sitting, eatring and sleeping in the last ten days I can talk. I hear Claras and Keiwings voices. We hug each other.
  12. On this tenth day we learn the Metta meditation. A concentration technique towards positive which one practices after a dissecting the body in which unpleasant can move on the surface level.
  13. The voluntaries in the organization and the free visit to a Vipassana course are principles that reflect a world view that I share. Only once you have visited at least one 10-day course, you may donate or work as a volunteer and support others making this sort of experience.

During the speeches by Goenka, the method was referred to as “true”. A statement in which everything in me resists. He also mentions teaching the original formula which Gotama developed. Unnecessary.
I let it out for myself. Goenka encourages us to let out. The theory is not an experience. Therefore, he encourages you to make the experience in the subatomic particles instead of thinking. Nevertheless, I think that this claim to have originality is unnecessary. But I also look forward to my next stay.

http://www.dhamma.org

 

One thought on “Vipassana Montebello”

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